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Führungskompetenzen in digitalen Zeiten

 

Führungskräfte werden mit disruptiven Veränderungen konfrontiert. Ein machtorientierter und risikoaverser Führungsstil ist - in Zeiten von VUCA, Digitalisierung und Fachkräftemangel – nicht mehr zukunftsfähig. Statt machtpolitischen Entscheidungsmechanismen braucht es flache Hierarchien. Ein Blick in die Zukunft: In dieser führt, wer in der jeweiligen Situation die zielführenden Fähigkeiten oder den besten Lösungsansatz hat. Führen wird zunehmend kontextbezogen. Die Führung als Aufgabe wird situationsbedingt an die Mitglieder des Teams vergeben. Mittelständisch geprägte Unternehmen haben hier deutliche Vorteile: Die Hierarchien sind generell flacher, die Führungsebene kennt ihre Teammitglieder und deren Fähigkeiten gut. 

 

Wie sehen die idealen Kompetenzen des oder der Führungsverantwortlichen in Zeiten des Wandels aus? Neben nötigen Kenntnissen in digitalen Entwicklungen der jeweiligen Branche ist vor allem die Einstellungsänderung in Bezug auf Transformationen, das VUCA-Umfeld und die Unternehmenskultur entscheidend.

 

Übersicht relevanter Kompetenzen für die/den Führungsverantwortliche/n: 

 

Veränderungs-Kompetenz

    • Positive Einstellung gegenüber (digitaler) Transformation
    • Veränderungsbereitschaft
    • Bereitschaft, lebenslang zu lernen
    • Fachkenntnisse relevanter neuer Technologien für die spezifische Branche
    • Innovatives Denken und Experimentierfreude
    • Umgang mit komplexen Prozessen
    • Konstruktives Fehlermanagement
    • Fähigkeit zum internen Networking

VUCA-Kompetenz

    • Entscheidungsfähigkeit in komplexen Vorgängen
    • Agieren unter Unsicherheit
    • Risiken bewusst eingehen
    • agile Arbeitsweisen anwenden (bspw. Design Thinking und Scrum)

Kultur-Kompetenz

    • Fertigkeit der Kulturentwicklung in Richtung eines offenen, vernetzungsorientierten und innovativen Unternehmens
    • Motivation der Teammitglieder durch Sinnhaftigkeit
    • Kommunikationsfähigkeit
    • Fördern von Partizipation und Eigenverantwortung im Team
    • Individuelle und persönlichkeitsgerechte Förderung der Teammitglieder

Selbstmanagement-Kompetenz

    • Agiles Handeln (flexibel, proaktiv, antizipativ)
    • Zeitmanagement
    • Kommunikation
    • Konfliktmanagement
    • Sicheres Auftreten
    • Teamentwicklung

 

 

Ausgewählte Kompetenzen näher beleuchtet

 

Die Bereitschaft, lebenslang zu lernen

Die Dynamik des Marktes verändert die Anforderungen an Führungsverantwortliche und deren Teams in hohem Tempo. Am Ball bleiben kann nur, wer bereit ist, stetig dazu zu lernen. Führungskräfte müssen nicht nur offen für die Veränderung des Unternehmens sein, sondern auch für die eigene Weiterentwicklung. Sie gehen mit gutem Beispiel voran, um auch ihr Team zur stetigen Entwicklung zu inspirieren.

Im Team ist die Führungskraft verantwortlich dafür, ein Umfeld aufzubauen, das Weiterbildung fördert. Aufgrund der hohen Dynamik reicht es nicht mehr, sich auf die Eigeninitiative der Mitarbeiter zu verlassen.

 

Motivation durch Sinnhaftigkeit

Der Wertewandel der jüngeren Generationen, die nach mehr Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit streben, greift vermehrt auch auf die älteren Generationen über. Sinnhaftigkeit entsteht nicht nur durch den Nutzen für die Gesellschaft. Auch innerhalb des Unternehmens entstehen durch die Arbeit der Teammitglieder Mehrwerte, beispielsweise durch zuverlässige Vorarbeit oder das „Rücken frei halten“ für eine andere Person. Diese Wertschätzung klar zu kommunizieren erhöht die Motivation der Teammitglieder.

 

Kein Erfolg ohne Risiko

Das im Alltag angekommene VUKA-Umfeld führt dazu, dass die Planungssicherheit für Führungskräfte stetig abnimmt. Unternehmer, die sich in einem Changeprozess befinden oder diesen planen, wissen, dass ein möglicher Erfolg mit einem gewissen Risiko einhergeht. Die Führungskraft muss sich den volatilen und dynamischen Anforderungen bewusst sein, um ihr Mindset anzupassen. Coachings können hier den entscheidenden Impuls setzen.

Neben dem eigenen Mindset sollte auch für das Team ein Umfeld geschaffen werden, indem die Fehlerkultur das Annehmen von Risiken toleriert oder – je nach Situation – sogar fördert. Die Mitarbeiter benötigen ein Gespür für adäquate und sichere Spielräume, innerhalb deren sie frei agieren können. Sowohl Führungskraft als auch Teammitglieder müssen lernen, Fehler offen zu kommunizieren: ehrlich, mit Respekt und dem Fokus auf die gewonnene Erkenntnis.

 

Vernetzen, ermöglichen, begleiten

Teams benötigen eine umsetzungsorientierte Roadmap, basierend auf einer klaren Vision. Nach wie vor ist die Vorgabe der Richtung für die Führungskraft entscheidend. Sie gibt den Mitarbeitern Verantwortung innerhalb des gesetzten Spielraums und fordert die gesteckten Ziele als Ergebnisse ein. Mehr und mehr werden Führungskräfte zu Vernetzern, Ermöglichern und Begleitern. Sie befähigen ihr Team als Arbeitsgruppe und unterstützen die Teammitglieder individuell und persönlichkeitsgerecht.

 


Sind Ihre Führungskräfte vorbereitet für die Herausforderungen des digitalen Wandels? Oder steht Ihnen die zukunftsrelevante Auswahl einer Führungskraft bevor? Gerne unterstützen wir Sie bei der Beurteilung und Entwicklung Ihrer Führungskräfte. Informieren Sie sich im Bereich Führungskräfteentwicklung über unsere Leistungen. 


 





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